Pirmin Hofmann

Ein Leben für Pauke und Schlagzeug

Kreativer Holzverwerter

Das Donaueschinger Museum Art.Plus (ehemals Biedermann) ist seit seiner Eröffnung im Herbst 2009 eine feste Institution im Süden Baden-Württembergs. Das 1841 errichtete ehemalige Museumsgebäude vis-à-vis zum Schloß der Fürsten zu Fürstenberg, welches zwischendurch auch Kurhaus und Lichtspielhaus war, ist seitdem wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt.  In dem hervorragend renovierten Haus an der Brigach gibt es eine große jährlich wechselnde Hauptausstellung und eine Nebenausstellung. Möglich war der Umbau und ist der Betrieb des Museums nur durch den großzügigen Einsatz der Schwenniger Kunstmäzenin Margit Biedermann. Ein wahrer Glücksfall für Donaueschingen und die Region.

Die Ausstellungen stellen oft Künstler vor, mit denen die leidenschaftliche Kunstsammlerin schon seit Jahren in Kontakt ist und von denen Werke zu ihrer Sammlung gehören. Dies führt dazu, dass sich trotz der Vielseitigkeit der verschiedene Ausstellungen ein roter Faden erkennen lässt. Man wird als Besucher herausgefordert und kann immer wieder neue Sachen entdecken, ohne dass Ausstellungen bewusst auf Krawall und Provokation gebürstet sind.

Ich hatte die Gelegenheit sowohl alleine als auch gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern schon zahlreiche Ausstellungseröffnungen musikalisch zu gestalten und genieße jedes mal die ganz besondere Atmosphäre des Hauses. Die Einführungen und Gespräche geben einem immer wieder interessante Impulse und Anregungen für den Besuch der Ausstellungen. So war es für mich eine große Ehre und Freude zugleich bei der Eröffnung der aktuellen Hauptausstellung (bis Ende Januar 2018) mit Werken von Pierre Soulages zu spielen. Ein faszinierender Künstler aus Paris, der seit Jahren nur noch mit der Farbe schwarz arbeitet. Seine Werke sind aber deswegen mitnichten gleichförmig. Sie besitzen eine beieindruckende Intensität und Tiefe.

Dieses Wochenende war die Eröffnung der neuen Nebenausstellung im sogenannten Zweiraum. Sie widmet sich diesmal dem Schaffen des zweimaligen documenta-Teilnehmers Alfonso Hüppi. In Form einer Retrospektive werden von ihm vor allem Werke vor allem  Werke aus Holz und auf Tüchern ausgestellt. Lesen Sie selbst…

Ich kann Ihnen nur wärmstens ans Herz legen, sich dieses bezaubernde Museum anzuschauen und meiner Heimatstadt einen Besuch abzustatten. Vom Museum aus sind es übrigens nur wenige Schritte zur Donaueschinger Donauquelle, der spätbarocken Stadtkirche St. Johann oder dem Schlosspark mit Blick auf das Schloss.

Schauen Sie vorbei…

 

Nächster in Artikel

Vorheriger in Artikel

Antworten

© 2018 Pirmin Hofmann

  • Impressum