Teun Hocks, Courtesy Galerie Patricia Dorfmann, Paris

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opernfestspiele schloss glatt

19. - 27. JULI 2008
Tickets: 07423.78 - 790   www.reservix.de

 

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„Die Blaue Blume"

Romantische Kammerkonzert mit Musik von Weber, Beethoven und Hummel

Aufführung am Donnerstag, 24. Juli, 20.00 Uhr im Fürstensaal

Blaue Blume – Sinnbild für nie erreichte, unbegrenzte Ferne, für Schönheit und Harmonie -
geheimnisvolles Licht, das strahlend in unendliche Tiefen führt - Musik von der man sich verzaubern läßt, mitnehmen läßt auf eine weite Reise, nach innen lauschend, träumend, um schließlich die blaue Blume in Besitz zu nehmen - ungestört auch von den diabolischen Trillermotiven  aus Kaspars Trinklied, wie sie im Weber-Trio an den Freischütz erinnernd anklingen...

Auch im Freischütz leuchtet sie in der Ferne sanft auf, so in Agathes einsamer Arie, vielleicht war sie einst auch Leitmotiv für Kaspars, der sie längst aus den Augen verloren hat.
Zu Lebzeiten von Carl Maria von Weber war der Künstler Prototyp des herausragenden Individuums, das in unendlicher Sehnsucht, stets auf Wanderschaft, auf der Suche war nach einer unerreichbaren, besseren Welt. Die Kluft zwischen endlicher Wirklichkeit und dem ersehnten goldenem Zeitalter schien unauflösbar.

Johann Nepomuk Hummel und Ludwig van Beethoven prägten das Wiener Musikleben um 1800 entscheidend, sie zählten zu den großen Komponisten der späten Klassik und zu den berühmtesten Klaviervirtuosen ihrer Zeit. Im beginnenden 19. Jahrhundert änderte sich die Stellung der Musik stark. Musik war nicht mehr ein Privileg der Aristokraten, sondern mittlerweile dem Bürgertum zugänglich geworden. Die romantische Epoche verzehrte sich nach Bravourstücken, entsprechend virtuos sind viele Passagen in der Musik Beethovens, Webers und Hummels ausgelegt. Ein Instrument zu beherrschen und des Gesanges mächtig zu sein, waren Aushängeschilder guter Erziehung und bildeten einen bedeutenden Teil des Ansehens in höheren Gesellschaftsschichten. In ebendieser bürgerlichen Gesellschaft sind zum Beispiel die berühmten Schubertiaden entstanden.

Gespielt wird auf Kopien historischer Instrumente des frühen 19. Jahrhunderts.
Achtklappige, noch aus Holz gebaute Traversflöte, die unmittelbarer Vorläufer der um 1830 von Böhm kreierten Querflöte war. Farbenreicher Klang, in dem sich Sanftheit und Finesse mit voluminöser Kraft vermischt.

Traversflöte Linde Brunmayr-Tutz
Violoncello Christian Niedling
Fortepiano Wolfgang Brunner

Prof. Dr. Linde Brunmayr-Tutz, Christian Niedling und Wolfgang Brunner unterrichten am Institut für Alte Musik der Trossinger Hochschule, einer der größten und bedeutendsten Ausbildungsstätten für Historische Aufführungspraxis.

Programm

C. M. v. Weber, Trio g-Moll „Schäfer’s Klage“ (1819)
L. v. Beethoven, Sonate A-Dur für Violoncello+Fortepiano
J. N. Hummel, Sonate D-Dur für Traversflöte und Fortepiano op.50
J. N. Hummel, Trio A-Dur op. 78

 

 

 

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