Teun Hocks, Courtesy Galerie Patricia Dorfmann, Paris

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opernfestspiele schloss glatt

19. - 27. JULI 2008
Tickets: 07423.78 - 790   www.reservix.de

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Carl Maria von Weber: „Der Freischütz“

Samstag, 19. Juli, 20.30 Uhr sowie Samstag, 26. und Sonntag, 27. Juli, jeweils 20.30 Uhr

Die Romantik hat die Sehnsucht nach der Natur entdeckt und zugleich erkannt, dass ihre Urgewalt für immer zerstört und nur mehr in der Kunst zu finden ist. Im idyllischen Wasserschloss Glatt begeben sich Niels Peter-Rudolph und Manfred Schreier mit Studierenden der Musikhochschule Trossingen und einem ganz auf die Musik zentrierten ‚Freischütz’ auf Spurensuche: Carl Maria von Weber verlieh mit seiner berühmten Oper dem ‚deutschen Wald’ erstmals eine eigne Sprache. Doch sie klingt eigentümlich „beschädigt“. Ist dies Ausdruck der neuen Kunsthaltung der Romantik, die bis an die drängendsten Fragen unserer Gegenwart heranführt?

Musikalische Leitung
Manfred Schreier
Inszenierung und Bühnenbild
Niels Peter Rudolph
Kostüme und Ausstattung
Christian Binz und Simone Speer
Dramaturgie
Tina Hartmann

Mit dem Freischütz, einer der ersten und erfolgreichsten Opern der deutschen Romantik folgen Studierende der Musikhochschule Trossingen – unterstützt von einem Team erfahrender Theaterschaffender um Niels-Peter Rudolph und Manfred Schreier – den Fährten, die Weber in seiner Partitur gelegt hat und die uns direkt auf zentrale Fragen unserer Gegenwart stoßen.
Von Carl Maria von Webers Freischütz heißt es, der deutsche Wald sei der eigentliche Protagonist. Tatsächlich hat Weber in bis dahin unbekannter Weise eine musikalische Sprache für die Naturgewalten gefunden. Doch dagegen stehen genrehafte musikalische Zitate wie Puzzelteile, allen voran die berühmten Jägerchöre. Sie kontrastieren mit der authentischen und zutiefst romantischen Musik der Protagonisten Max und Agathe.
Den Wald und die symbiotisch in ihm als Jäger und Bauern lebenden Menschen gab es zu Webers Zeit schon lange nicht mehr. Gemeinsam mit seinem Librettisten Friedrich Kind versuchte er auf der Grundlage des Volksmärchens vom Probeschuss eine vergangene Welt auferstehen zu lassen. Die Handlung der Oper spielt just an jener Zeitschwelle nach dem Ende des dreißigjährigen Krieges, die die Wildnis im deutschen Sprachraum für immer zum Verschwinden brachte.
Der Kampf von Teufel Samiel mit dem Eremiten um Maxens Seele ist eine Chiffre für den Widerstreit zweier Prinzipien: Der Natur und der zivilisatorischen Ordnung. Die christliche Welt der Vatergestalten ist eine frisch zivilisierte, die sich permanent gegen das gerade erst zurückgelassene fröhlich-brutale Chaos von wachsen und verfaulen, fressen und gefressen werden wehren muss. Das Christentum ist Teil dieser Machtstruktur. Max und Agathe möchten durchaus der Ordnung der zivilisatorischen von Vaterfiguren Eremit über Kuno bis zum Feudalherren Ottokar folgen. In ihnen lebt aber eine zweite Seite, in der sich die verdrängte Natur mit Macht ihren Teil zurückholt: Kaspar und Ännchen. Doch auch den ‚Vätern’ wachsen noch verdächtig viele Haare aus den Ohren die sie dazu kitzeln, ab und an im Schatten der Nacht den inneren Schweinehund herauszulassen...
Für uns heutige stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Natur, der äußeren wie der inneren, als eine der drängendsten der Gegenwart. Auch wenn die deutsche Romantik noch keinen Umweltschutz und keine Psychoanalyse kannte, zu Webers Zeit entsteht erstmals ein Unbehagen an Fortschritt, Affektkontrolle und Rationalismus und das unbestimmte Gefühl, dass der Mensch im Begriff ist, seine alte Welt unwiederbringlich zu vernichten: Fortan wird die Natur nur noch im Inneren des Menschen und in der Kunst zu suchen sein.
Der Freischütz bietet als eine weithin bekannte Oper die Chance, die Musik ganz ins Zentrum der Interpretation zu stellen. Dazu werden die gesprochenen Zwischentexte gestrichen und das Bedeutungsspektrum ganz aus den musikalischen Szenen heraus entwickelt. So wird Webers Synthese verschiedener musikalischer Stile und Zitate – vom Genrechor und Lutherchoral über Soldaten-, Studenten-, Volkslied, bis hin zu dramatischen Arien – direkt zum Erzähler des Stückes. An Stelle der scheinbar einfachen Geschichte vom Widerstreit Gut gegen Böse erscheint ein weitsichtiges und teilweise geradezu skeptisches Kunstwerk, das uns frappiert und staunen macht.

Max
Michael Pflumm / Andreas Kramer
Kaspar
Wilhelm Schwinghammer
Ännchen
Nohad Becker / Lisa Samardzic
Agathe
Hyang Jung Kim / Stefanie Sauter
Eremit
Clemens Morgenthaler
Kuno
Martin Hermann
Ottokar
Jochen Schmid
Kilian
Jochen Schmid
Samiel
Elke Twiesselmann
Brautjungfern
Knaben der Aurelius Sängerknaben
Orchester der Studierenden der Musikhochschule Trossingen
Männerchöre des Sängergaus Schwarzwald e.V.

Ausgewählte Kurzbiografien
Niels-Peter Rudolph, Regisseur
Niels-Peter RudolphIn eine Theaterfamilie hineingeboren. Von einem Ort zum andern gezogen. Nach dem Abitur Studium Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften in Kiel und Berlin. Schon in dieser Zeit beginnt die Arbeit  an Studentenbühnen als Schauspieler und junger Regisseur -  die „Wanderbühnenjahre“. Für mehrere Jahre Regieassistent bei Hans Schalla am Schauspielhaus Bochum -  die „Gesellenzeit“. Hier entstanden ab 1963 die ersten Inszenierungen klassischer und moderner Stücke. Es folgten Arbeiten in der ganzen Bundesrepublik. Mehrere dieser Inszenierungen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
In den Jahren 1975 bis 1979 Aufbau des Stuttgarter Schauspiels zusammen mit Claus Peymann und Hermann Beil. Wichtige Inszenierungen u.a. die neuen Stücke von Botho Strauß. Wieder mehrere Einladungen zum Berliner Theatertreffen. Von 1980 bis 1985 Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Parallel dazu Erfindung und Aufbau der Hamburger Kampnagel-Fabrik für experimentelles Schauspiel- und Musiktheater. Seit 1986 wieder freier Regisseur für Oper und Schauspiel u.a. in Wien, Helsinki, München, Stuttgart und Berlin, bei den Schwetzinger Festspielen, den Wiener Festwochen etc. 1997 bis 2005 Professur für Musiktheaterregie an der Folkwang-Hochschule Essen. Bis heute Dozent für Schauspiel- und Musiktheaterregie an  der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Manfred Schreier, Musikalische Leitung
Manfred SchreierDer Schwerpunkt von Manfred Schreiers musikalischer Arbeit liegt auf der Darstellung und Initiative zeitgenössischer Musik, einer Konzeption, die den Dirigenten gegenüber zeitgemäßem Kulturleben in dramaturgischer Verantwortung sieht. Schreier gründete maßgebliche Ensembles bzw. initiierte besondere Konzertreihen sowohl in seinem langjährigen Arbeitsumfeld Stuttgart, als auch in der Region um seine Hochschulstätte Trossingen. Zahlreiche Erst- und Uraufführungen aller etablierten Komponisten und unzähliger Nachwuchskomponisten prägten den künstlerischen Weg mit den eigenen Ensembles und bei Gastdirigaten in Konzert- und Opernhäusern sowie internationalen Festivals.
Seit 1980 hat Manfred Schreier an der Musikhochschule Trossingen den Lehrstuhl für Chorleitung, zugleich verantwortete er mehrfach zusätzlich die Arbeit mit dem Hochschulorchester. Er realisierte zeitgemäße, inhaltlich ambitionierte Programm-Dramaturgie. Im Sinne zukunftsoffener Arbeit am Kulturbild unserer Zeit setzt Manfred Schreier mit innovativer Programmgestaltung mit der Musik unserer Zeit besondere Akzente. Seine Projekte mit Hochschulchor und -orchester haben prägenden Anteil an der künstlerisch-pädagogischen Arbeit der Trossinger Hochschule und in der Region: Konzerte mit allen wichtigen Werken der chorsinfonischen Literatur, aber auch Musiktheaterwerke wie „Zauberflöte“ und „West Side Story“ sind unverzichtbar geworden. Mit der Gründung des Vereins „Euregio-T-Kultur e.V.“ verfolgt Schreier das Ziel, die künstlerischen Ressourcen der Hochschule und ihrer Absolventen nachhaltig zu vernetzen.

Christian Binz, Kostüme und Ausstattung
Christian BinzGeboren 1980 in Koblenz. Christian Binz studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Professor Henning Schaller und Professor Johannes Leiacker. Christian Binz entwarf für zahlreiche Inszenierungen des Koblenzer Jugendtheaters Bühnenbilder und Kostüme, unter anderem für „Hair“, „Silva Angoris Illumino“, „By Jeeves“, „Im Weißen Rössl“, „Footloose“. Weitere Arbeiten führten ihn an die Semperoper Dresden, wo er Bühnenbild und Kostüme für Moritz Eggerts Oper „Wir sind Daheim“ in der Inszenierung von David Hermann entwarf. Für das Staatsschauspiel Dresden entwarf er die Ausstattung für „Die Geschichte von den Pandabären“ von Matei Visniec. Er arbeitete für das Augenspieltheater Bad Hall/Tirol, das Theater Junge Generation Dresden sowie das Theater der Stadt Koblenz. Christian Binz war an der Ausstattung diverser Kino- und Fernsehproduktionen beteiligt („Der Rote Kakadu“, „Katharina die Große“). Zur Zeit ist Christian Binz Meisterschüler bei Professor Henning Schaller.

Simone Speer, Kostüme und Ausstattung
Simone SpeerDie gebürtige Coburgerin arbeitete nach dem Abitur im elterlichen Bildhauereibetrieb, bevor sie an der Accademia di Belli Arti in Perugia Malerei und an der Universität in München Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Literaturwissenschaften studierte. 1991 erhielt sie den Förderpreis der Stadt Coburg für Malerei. Die Wurzeln ihrer Theaterleidenschaft sind fest mit dem Landestheater in Coburg verbunden, wo sie bereits als Kind regelmäßig hinter den Kulissen zu finden war. Im alten Handwerk der Bühnenmalerei hat sie für sich die ideale Verbindung zwischen Malerei und Theater entdeckt. Seit 1993 ist sie als freischaffende Künstlerin mit einem Atelier in München tätig und arbeitet in den Bereichen Bühne, Kostüm und Regie an verschiedenen Theatern im In- und Ausland (u.a. Prinzregententheater München: „Peter Pan“; Oper Lausanne und Oper Lissabon: „La Sonnambula“; Nationale Reisopera: „Aida“).

Tina Hartmann, Dramaturgie
Tina HartmannGeboren 1973 in Stuttgart. Von 1993 bis 1999 Studium der Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen und Canterbury (England). 1999 bis 2002 Promotion über „Goethes Musiktheater“ (Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung), 2003 Promotionspreis der Universität Tübingen. Derzeit Habilitation über deutsche Oper im 18. Jahrhundert als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Seit Herbst 2006 Lehrtätigkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, seit 2003 freie Musiktheater-Dramaturgin und Librettistin für zeitgenössisches Musiktheater, gefördert durch ein Stipendium der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutschen Bank Stiftung (2004-2006). 2003-2005 regelmäßige Mitarbeit am Forum Neues Musiktheater der Staatsoper Stuttgart. 2008 Stipendium der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart im Bereich Darstellende Künste. Tina Hartmann arbeitet zu gleichen Teilen aktiv im Musiktheater und in der Wissenschaft: Aus der aktiven Arbeit heraus gelingt es, Theorie und Praxis immer wieder aneinander heranzuführen und sich gegenseitig befruchten zu lassen. Ihr besonderes Interesse gilt der historischen Aufführungspraxis, der musikalischen wie der szenischen (z.B. Projektierung, Projektleitung und Dramaturgie für Anton Schweitzer/Christoph Martin Wielands Oper „Alceste“ anlässlich der Wiedereröffnung der Herzogin Anna Amalia-Bibliothek Weimar 2007, Regie: Hendrik Müller, Johann André/J.W. v. Goethes „Erwin und Elmire“ bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen 2007, Regie: Andreas Geier oder Dramaturgie für Händels „Alceste“ am Staatstheater Nürnberg 2008, Regie: Wulf Kunold). Zudem dem zeitgenössischen Musiktheater, für das sie sowohl als Dramaturgin (z. B. für das Forum Neues Musiktheater und das Festival Eclat, Stuttgart) als auch als Librettistin tätig ist (ihr Libretto für „Last Desire“ nach Oscar Wildes „Salome“ für Lucia Ronchetti wurde 2005 von den Kritikern der Opernwelt für die beste Uraufführung des Jahres nominiert).

Die Solisten

Wilhelm Schwinghammer, Bass: Kaspar
Wilhelm SchwinghammerSeit der Saison 2006/07 ist Wilhelm Schwinghammer festes Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper.
1977 im bayerischen Vilsbiburg geboren, sang er zunächst bei den Regensburger Domspatzen, studierte dann 2000-2003 Gesang an der Universität der Künste Berlin bei Harald Stamm. Meisterkurse u.a. bei Kurt Moll und Marjana Lipovsek rundeten seine Ausbildung ab. Bereits während des Studiums erhielt Wilhelm Schwinghammer erste Opernpartien und war Mitglied renommierter Kammerchöre (Kammerchor Stuttgart unter Bernius, Collegium Vocale Gent unter Herreweghe). Er singt noch heute im Ensemble „Sette Voci“ um den langjährigen Herreweghe-Bariton Peter Kooij. Seit 2003 gehört er zum Ensemble des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper mit intensiven Opernerfahrungen. Unter der neuen Hamburger Intendantin und Generalmusikdirektorin Simone Young kamen in der Spielzeit 2005/06 weitere Rollen hinzu, die zur Aufnahme ins feste Ensemble der Hamburgischen Staatsoper führten: Auf dem Programm stehen unter anderem die Rollen des Masetto („Don Giovanni“), Colline („La Bohème“), Lodovico („Othello“) sowie des Theseus aus Brittens „A Midsummer Night’s Dream“. Zur Eröffnungspremiere der Jubiläumsspielzeit 2007/08 des Theaters der Landeshauptstadt Kiel sang Schwinghammer den Rocco/Fidelio neben Adrienne Dugger und Scott MacAllister. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen hatte er im August 2005: An der Seite von Anna Netrebko und Rolando Villazón gestaltete er die Partie des jungen Dr. Grenvil aus „La Traviata“ (mit Fernsehübertragung und CD/DVD-Produktion). Im Oratorien- und Konzertbereich arbeitete Schwinghammer mit namhaften Dirigenten zusammen, darunter Gerd Albrecht, Sir Neville Marriner, Martin Honeck und Helmuth Rilling. Zahlreiche Projekte verbinden ihn zudem seit Jahren schon mit der Arbeit Manfred Schreiers.

Michael Pflumm, Tenor: Max
Michael PflummIn der Spielzeit 2007/2008 Mitglied im Opernstudio des Theater Basel, ab der Spielzeit 2008/2009 im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.
Der Tenor Michael Pflumm sammelte im Rahmen seines Schulmusikstudiums an der Trossinger Musikhochschule bei Prof. Monika Moldenhauer erste Gesangserfahrungen. So angeregt führte er daneben seine Gesangsstudien bei Bernhard Gärtner (Karlsruhe/Stuttgart) fort. Nach dem Abschluss in Jazz & Popularmusik und dem ersten Staatsexamen studierte er anschließend Gesang bei Prof. Reginaldo Pinheiro an der Musikhochschule in Freiburg, wo er 2007 mit Auszeichnung abschloss. Dort war er Mitglied der Opernklasse von Prof. Gerd Heinz, sowie der Liedklasse von Prof. Hans Peter Müller-Kieling, die ihn musikalisch und persönlich sehr prägten. In dieser Zeit sang er verschiedene Opernrollen von Mozart bis Weill sowie den Stanislaw in der Uraufführung von Hans Peter Müller-Kielings „Der Doppeladler“. Daneben war er auch Gast am Theater Freiburg (Janáceks „Das schlaue Füchslein“), außerdem in freien Produktionen (Tamino in „Die Zauberflöte“, Tony in Bernsteins „West Side Story“, Styx in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“). Schon während des Schulmusikstudiums lernte er vor allem durch den Einfluss von Prof. Manfred Schreier viele Werke im Bereich der Neuen Musik kennen und wirkt nun regelmäßig als Gast bei den Neuen Vokalsolisten Stuttgart mit. Als Konzertsänger gehören neben Uraufführungen und Werken von Berio, Kagel oder Schnebel  auch oratorische Werke von Bach, Mozart, Haydn, Beethoven, Rossini, Puccini oder auch Frank Martin und Michael Tippett zu seinem Repertoire. Für die 2007 erschienene Beethoven-Gesamtausgabe sang er u.a. Irische, Schottische und Walisische Lieder ein.

Clemens Morgenthaler, Bassbariton: Eremit
Clemens MorgenthalerClemens Morgenthaler wurde in Wertheim/Main geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Musikhochschule Freiburg Kirchenmusik und Gesang. Daneben war er Mitglied der Liedklasse und der Opernschule. Sein anschließendes Aufbaustudium an der Musikhochschule Basel in der Konzertklasse von Kurt Widmer und Gei Gerard Wyss (Liedklasse) beendete er im Jahr 2003 mit Auszeichnung. Meisterkurse belegte er u.a. bei Andreas Schmidt, Kurt widmer, Ana Luisa Chova und Rudolf Piernay. Wesentlich Impulse verdankt er der Zusammenarbeit mit Prof. Beata Heuer-Christen. Clemens Morgenthalers Repertoire umfasst die Literatur vom Frühbarock bis zur Moderne. Opernengagements, Uraufführungen, CD- und Rundfunkaufnahmen (SWR, DRS, DLF) sowie zahlreiche Konzerte im In- und Ausland mit Orchestern wie L'arpa festante, Capriccio Basel, basel sinfonietta, La Beata Olanda oder Prager Philharmonikder dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit. So führten ihn Konzertreisen in die Schweiz, die Ukraine, nach Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Belgien und Polen. Dabei sang er in Konzertsälen wie der Tonhalle Zürich, im Musiksaal Basel, der Philharmonie Krakau oder der Liederhalle Stuttgart unter renommierten Dirigenten, wie z.B. Bachs h-Moll Messe unter Helmuth Rilling.
Clemens Morgenthaler ist Stipendiat der richard-Waner-Stiftung. Im Juni 2008 gewann er die Solistenauswahl beim lediglich alle vier Jahre stattfindenden "PodiumJungerGesangsSolisten" des Verbands deutscher Konzertchöre (VDKC). Seit 2004 lehrt er Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.

Stefanie Sauter, Sopran: Agathe
Stefanie SauterBereits 2006 war Stefanie Sauter bei den Opernfestspielen Schloss Glatt als Flora in Verdis „La Traviata“ zu erleben. Geboren in Tiraspol (Moldawien), hatte sie zunächst am dortigen Staatlichen Musikkolleg studiert. Nach einem anschließenden Schulmusik-Studium mit Schwerpunkt Gesang an der Universität Tiraspol übersiedelte sie 2003 nach Deutschland. Seit dem Wintersemester 2004/05 studiert sie Gesang bei Frau Prof. Swaantje Weimer an der Musikhochschule Trossingen. 2007 erhielt sie ihr Diplom und studiert seitdem im Aufbaustudiengang Künstlerische Ausbildung. Ihre Schwerpunkte sind Opern-  und Oratorienpartien.
Zu ihren bisherigen Opernrollen zählen u.a. die Euridice in Glucks „Orfeo“ 2003, Dido in Purcells „Dodo und Aeneas“ 2005. Mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim war sie 2007 in Modest Mussorgskijs „Szenen aus der Kinderstube“ zu erleben.

Hyang Jung Kim, Sopran: Agathe
Hyang Jung KimNach ihrem Kirchenmusikstudium an der Jansin-Universität Seoul, das sie mit Auszeichnung absolvierte , setzte die koreanische Sopranistin Hyang Jung Kim ihr Gesangsstudium bei Prof. Monika Moldenhauer an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen fort. 2006 konnte sie ihr Studium in der Solistenklasse mit großem Erfolg abschließen. Zahlreiche Konzerte und Auftritte im In- und Ausland machen sie zu einer gefragten Oratorien-, Opern- und Liedsängerin, die ihre betörend farbenreiche Stimme mit großer Empathie einsetzt. Mit Hochschulensembles war sie zuletzt als Solistin in Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“, in Mozarts Requiem sowie in der „Auferstehungssinfonie“ von Gustav Mahler unter Leitung von Prof. Manfred Schreier zu hören. Dieser weckte auch ihr Interesse an zeitgenössischer Musik. Uraufführungen unter seiner Leitung ergänzten ihre Konzerttätigkeit.

Nohad Becker, Sopran: Ännchen
Nohad BeckerAuch Nohad Becker sang schon 2006 in der „Traviata“ im Wasserschloss, und zwar die Rolle der Annina. 1982 in Wiesbaden geboren, erhielt sie schon früh Klavierunterricht und wirkte als Jugendliche in zahlreichen Chören mit (u.a. Mainzer Bachchor, Landesjugendchor Rheinland-Pfalz). Ab 2000 besuchte sie das dortige Landesmusikgymnasium Rheinlandpfalz und erhielt ihren ersten Gesangsunterricht. Zum Wintersemester 2003 nahm sie ihr Gesangsstudium bei Prof. Andreas Reibenspies in Trossingen auf. In verschiedene Opern- und Oratorienpartien sammelte sie Bühnenerfahrung, vor allem unter Prof. Manfred Schreier: 2004 in Mozarts „Zauberflöte“ als 2. Dame, 2005 in Bachs h-Moll-Messe und 2006 in der „Johannespassion“. Nach ihrem „Traviata“-Auftritt 2006 sang sie 2007 die Maria in Bernsteins „West Side Story“ (mit Michael Pflumm als Tony) sowie die Sopranpartie von Mendelssohns „Elias“. Im Oktober 2007 wirkte sie als Solistin bei den Donaueschinger Musiktagen mit (Livemitschnitt durch den SWR). 2008 folgte die Sopranpartie in der „Matthäus-Passion“ ebenso wie ihr Debut an der Bayrischen Theaterakademie München in Glucks „Pilger von Mekka“ in der Rolle der Balkis. 2004 gewann sie den „Iris-Marquardt-Förderpreis“, Meisterkurse mit Prof. Renate Ackermann, Kammersängerin Hilde Zadek und Andreas Homoki prägten ihre Ausbildung zusätzlich.

Lisa-Maria Samardzic, Sopran: Ännchen
Lisa-Maria SamardzicIhre Bühnenlaufbahn begann für Lisa-Maria Samardzic (geb. Kettern) bereits vor ihrem Studium im Jahre 2000 im Theater am Ring Villingen mit der Hauptrolle im Musiktheaterstück „Café Mitte“. Ein Jahr später sang sie erst die Witwe, dann auch die Titelrolle in „Porgy und Bess“ mit dem Jugendsinfonieorchester St. Georgen, unter anderem in Ungarn und Frankreich. 2004 nahm sie ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Monika Moldenhauer auf, nachdem sie zuvor bereits eine Ausbildung zur Diplom-Physiotherapeutin abgeschlossen hatte. Während ihres Studiums wirkte sie als Solistin bei zahlreichen Hochschulprojekten mit, zu denen Mendelssohns „Elias“, die großen Bach-Passionen und Mozarts Requiem gehörten. In den Sommern 2006 und 2007 war die Sopranistin beim Chor des Schleswig-Holstein-Musikfestivals engagiert, wo sie mit zahlreichen namhaften Dirigenten zusammenarbeitete. Anfang 2007 war sie Finalistin beim Paul-Lincke-Operettenwettbewerb. Meisterkurse bei Peter Kooij, Renate Ackermann, Andreas Homoki und Krisztina Laki gaben ihrer Ausbildung zusätzliche Impulse.

Martin Hermann, Bass: Kuno
Martin HermannMartin Hermann studierte Gesang in Stuttgart und Berlin in den Liedklassen von Aribert Reimann und Elisabeth Schwarzkopf). Seine Liebe zum Gesang entdeckte er bereits in jungen Jahren bei den Stuttgarter Hymnuschorknaben. Mit Manfred Schreier verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit; so war er 1986 Gründungsmitglied der neuen Vokalsolisten. Seit 1983 ist er Mitglied der Gächinger Kantorei Stuttgart unter Helmut Rilling uns Mitglied im Chor des OBF „Oregon Bach Festivals“ seit 2004. Martin Hermann hatte sein Carnegie Hall Debüt 2007 mit der Partie des Pontifex in der Bach’schen „Matthäus-Passion“. Als freischaffender Sänger ist er bei verschiedenen Projekten im Chor und als Solist tätig.


Jochen Schmid, Bariton: Kilian, Ottokar
Jochen SchmidDer 1984 in Bad Urach geborene Bariton erhielt seinen ersten Gesangsunterricht im Alter von 17 Jahren bei Prof. Ulrike Sonntag in Stuttgart und studiert mittlerweile Gesang bei Prof. Andreas Reibenspies sowie Schulmusik an der Trossinger Hochschule. Er wirkte außerdem in letzter Zeit als Solist an diversen Chorprojekten mit und war in verschiedenen Musical-, Operetten- und Opernproduktionen zu hören. Bei den Opernfestspielen in Sulz-Glatt 2006 sang er den Marchese in „La Traviata“.
Jochen Schmid ist außerdem Mitglied des Kölner Vokalensembles unter der Leitung von Max Ciolek und zeichnet sich durch rege Konzerttätigkeit in ganz Deutschland aus. Auftritte unter anderem bei den Brühler Schlosskonzerten, bei den Bad Uracher Musiktagen, der Liederhalle Stuttgart, sowie Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern wie z.B. der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Er ist Stipendiat der Carl-Fischer-Stiftung Bad Urach.

Elke Twiesselmann, Samiel
Elke TwiesselmannElke Twiesselmann wurde in Hamburg geboren. Sie studierte nach dem Abitur Literatur und Kunstgeschichte und anschließend an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, die sie mit Abschluss verließ, um an einem kleinen Theater im Rheinland viele Rollen zu spielen - in Rheydt.
Es folgten Engagements in Saarbrücken, Wiesbaden, bis sie für 12 Jahre in Bochum ihre künstlerische Heimat fand. Danach wurde sie nach Stuttgart ans
Staatstheater engagiert und hat dort über viele Jahre als Ensemblemitglied auf der Bühne gestanden. Daneben unterrichtete sie an der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Rollenstudium für Schauspieler.
Heute ist Elke Twiesselmann ständiger Gast am Schauspielhaus Stuttgart und
anderen Bühnen im deutschsprachigen Raum und begeistert immer wieder ihr Publikum in vielen wechselnden Rollen. Funk und Fernsehaufnahmen in vielfältiger Art runden das Bild der Schauspielerin ab.

Verantwortliche:

Niels-Peter Rudolph
Manfred Schreier
Christian Binz
Simone Speer
Tina Hartmann

Solisten:

Wilhelm Schwinghammer
Michael Pflumm
Clemens Morgenthaler
Stefanie Sauter
Hyang Jung Kim
Nohad Becker
Lisa-Maria Samardzic
Martin Hermann
Jochen Schmid
Elke Twiesselmann

 

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